1. Saarschleifetrail – Trailrunning Trier Saarland Luxemburg

Was für coole Trails wir in den Regionen um Trier haben, konnte man vergangenes Wochenende beim Saarschleifetrail in Orscholz (Saarland) nochmal hautnah erleben. Auf feinsten Singeltrails und Waldwegen rund um die Saarschleife wurden wir nämlich von magischen Naturschauspielen begleitet. Da muss man einfach mal für ein paar Sekunden den Wettkampfgeist ausschalten und den Moment leben.

 

Das war schon eine Hammer-Aussicht…. und fröhlich lief ich dann auch weiter in meinem Tempo und dachte an nix böses als dann….

…etwas unvorhergesehenes passierte….

Autsch!!!! Schon wieder! Eine Woche nach dem Trail am Lago d’Orta hat mich schon wieder eine Wespe in die Wade gestochen. Das kann doch nicht sein. Ich fluchte nicht jugendfreie Wörter durch den Wald, blieb stehen und versuchte das Biest von meiner Wade zu verjagen.

Dann erst realisierte ich das ich mitten in einem Erdwespennest stand und binnen 10 Sekunden hat sich eine gewaltbereite Horde Wespen ohne Rücksicht auf Verluste über meine Beine hergemacht. Es pickste an allen Ecken, zwei weitere Wespen hingen mit dem Stachel in meinen Beinen fest und endlich Tat ich das was ich schon hätte vorher machen sollen. Ich lief weg!!!

Gedanklich sah ich mich schon in dem Moment runter zur Saar laufen, reinspringen und untertauchen. Lediglich ein Strohhalm hing noch aus dem Wasser raus und lechzte nach Luft. Doch ein paar Meter weiter Bergauf gelaufen hatte ich sie dann doch schneller als erwartet abgehängt. Die anderen Läufer waren da etwas schlauer als ich und rannten direkt los als sie das Nest überquerten und kamen meist mit 1 oder 2 Stichen davon. Wie sich später rausstellte waren es bei mir dann 7 Einstiche.

Wie von einer Horde Wespen gestochen…..

…lief ich dann mit tränenden Augen weiter und wartete auf den Moment wo das Adrenalin das Gift besiegt. Um mich abzulenken fotografierte ich den mystischen Wald oder aber ich lies mich fotografieren.

Fotocredit Bild 2-4: Roland Kaiser

Wie auch immer! So langsam gewöhnte ich mich daran das ich Opfer unserer Natur wurde und konzentrierte mich wieder auf das wesentliche.

In deimg_5063r Zeit lag ich gut. Nachdem ich mich auf den ersten Kilometern dummerweise schon verlaufen hatte und ein paar Kilometer mehr auf der Uhr hatte, bin ich so langsam aber sicher auch wieder auf einer guten Platzierung unterwegs gewesen. Vor mir sah ich noch Umrisse von zwei Läufern und hinter mir war keiner mehr zu sehen. So lief ich mein Rennen dann weiter durch die vernebelte Landschaft Richtung Sonnenplanet. Ausreichend Nebel-Training dafür hatte ich ja bereits schon beim UTLO.

Als es dann endlich wieder aus dem Nebel rausging und das Tal von Sonnenstrahlen umgarnt wurde bekam ich Probleme. Kribbeln in den Händen und im Gesicht, Schwindelanfälle und Würgreiz gesellten sich als unerwünschte Begleiter hinzu. Ich wusste in dem Moment, dass es doch nicht so eine gute Idee war mit den gift vollgepumpten Beinen weiter zu rennen und setzte den Schalter sofort auf Wandern um.

Das Ende vom Lied

Im schwankenden Schritt trott ich so vor mir her und wartete auf den nächsten VP um auszusteigen, damit mich jemand zurück zum Auto bringen konnte. Doch auf den VP wartete ich vergebens er kam und kam nicht. Zudem wurde alles schlimmer. Ich sah verschwommen und mir ging es richtig Dreckig. Ein Läufer der mich einholte brach seinen Lauf ab und kümmerte sich sofort um mich. Er wollte mich noch mit zum VP schleppen, aber ich schaffte es einfach nicht mehr.

Wir einigten uns darauf das ich mich auf einen Bürgersteig legte und er vorlief um dem nächsten Orga-Helfer bescheid zu geben. Es dauerte auch nicht lange, da lag ich schon im Malteser-Wagen und bekam eine Infusion.

Tja, wer hätte gedacht das mein Zieleinlauf statt im Atrium Orscholz dann im Hospital Merzig stattfand.

Gott sei dank ging es mir dann nach 4 Infusionen auch schon viel besser und ich konnte sofort wieder am Hospital abgeholt werden. An der Pforte sagte mir man dann, dass der Veranstalter schon auf dem Weg sei um mich abzuholen. Ich war begeistert davon wie man sich um mich gekümmert hat.

Ja, leider hatte es dann doch nicht geklappt mit einer weiteren guten Platzierung. Zu gerne hätte ich an der Saarschleife noch einen guten Lauf absolviert bevor es langsam in die etwas ruhigere Wintersaison geht. Aber was soll’s. Dieses Jahr hatte ich wieder viele positive Erlebnisse und gute Fortschritte verzeichnen können. Die Planung für 2017 ist auch schon im vollen Gange und nichts fördert meiner Meinung nach Wachstum mehr als kleine Rückschläge.

Schade war auch noch das ich viele nicht mehr sehen konnte am Ziel mit denen ich gerne noch ein Bier getrunken hätte, aber auch das werd ich bei Zeiten nachholen.

Trailrunning Trier Saarland und Luxemburg

Sowohl die Eifel und das Moseltal um Trier wie auch das Saarland und Luxemburg zeigen immer wieder wie schön Trailrunning in unserer Region ist. Umso mehr freue ich mich das mit dem Saarschleifetrail noch eine weitere schöne regionale Veranstaltung dazugekommen ist und ich hoffe das die Veranstalter auch an diesem neuen Juwel weiter festhalten.

Trailrunning Trier Saarland Luxemburg
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