Testbericht: Hoka One One Mafate Speed 2

 

Wieder mal ein HOKA. Bereits damals beim MIUT bin ich mit dem Rapa Nui Trail von Hoka quer über die Insel getrailt. Der Schuh mit seiner komfortablen Dämpfung war perfekt für das raue Gelände, jedoch lies damals in meinen Augen das Grip noch einige Luft nach oben offen. Auf Empfehlung vom EISERNEN HANS gebe ich nun den Hokas eine zweite Chance. Aus diesem Grund hab ich mir den MAFATE SPEED 2 als Testschuh zugelegt, da dieser nun auch in Punkto Grip überzeugen sollte.

 

Testfacts: Mafate Speed 2

Testzeitraum: 4 Wochen / 200 Km

Testterrain: Panoramalauf Burg Are, Soonwaldsteig, Berg- und Wanderstrecken der Vogesen

Kategorie: Trailrunning, Mountainrunning

Farbe: Blau / Schwarz

Drop: 4 mm

Gewicht: 295 gr bei Größe 42

Preis: UVP 169,95 €

 

Optik/Haptik

Nun gut, Hoka ist ja bekannt für seine hohen Außensohlen und dementsprechend bleibt auch hier das Aussehen eine Frage des Geschmacks. Farblich jedoch gefällt mir mein Blau-Schwarzer Mafate Speed ziemlich gut und trotz dem klobigen Design liegt er sehr leicht in der Hand. Die Vibram®-Außensohle wirkt sehr komfortabel auf mich und das Grip macht optisch einen guten Eindruck. Dieser Schuh könnte wahrlich ein guter Begleiter für meine außerordentlich langen Ausflüge werden. Eine Senkelgarage oder ein Quick-Lace-System gibt es hier nicht, dennoch machen die Schnürsenkel aber einen guten Eindruck und man hat durch das Extra-Loch am Zungenbereich auch die Möglichkeit noch mehr Halt im Fersenbereich zu bekommen.

 

 

 

Laufgefühl

Als erster Test ging es zum Panoramalauf Burg Are, der anders als erwartet auch viel auf harten, breiten Untergründen und 
eben stellenweise auch (ähhhh) – Ja, über Asphalt verlief. Sicherlich möchte man als Trailläufer davon möglichst wenig auf seiner Route haben, dennoch ist es aber oftmals nicht zu vermeiden und genau hier fiel mir schon seine erste Stärke auf.
Man konnte mit diesem Hoka tatsächlich auch mal längere asphaltierte Strecken recht komfortabel überbrücken! Ein klarer Pluspunkt. Die zweite positve Eigenschaft kristallisierte sich auch recht schnell heraus – Seine Dämpfung war wirklich ein maximaler Komfort! Harte Forstwege durch die Weinberge in denen man abwärts in Richtung Tal ein enormes Tempo drauf bekam, wurden wirklich sehr stark abgedämpft. Dabei fühlt sich der Schuh sehr leicht an und man hat anders als man es von der optisch betrachteten hohen Sohle vermuten würde, einen sicheren Bewegungsablauf. Lediglich am vorderen Ballen merkte ich ein leichtes Rutschen und ich stieß hin und wieder mit den Zehen an die Zehenkappe. Größer dürfte der Schuh allerdings nicht sein, da ich ansonsten meinen Fersenhalt verlieren würde. Hier kam jetzt das Extra-Loch zum Einsatz. Beim nächsten Lauf dem SONUT schnürte ich den Hoka mit dem Schnürsenkeltrick, um mehr Halt zu bekommen und so dem Ballenrutschen ein Ende zu setzen. Es funktionierte einwandfrei und so wurde der Schuh erste Wahl für meinen Ultratrail beim Infernal in den Vogesen. Der Schuh machte mich auf der langen Strecke wirklich glücklich, so dass ich meine 2 anderen Schuhe im Dropbag lies.

                              Never change a running system 😉

 

Dämpfung / Protektion

Die hohe Sohle lässt es schon kaum zu das es zu Kollisionen mit Steinen oder Wurzeln im Zehenbereich kommt und sollte es trotzdem dazu kommen hat der Mafate Speed einen komfortablen und zuverlässigen Zehenschutz im Vorderbereich. Die Dämpfung lässt kaum einen Stein oder ähnliches durchkommen, daher spielt der Hoka vor allem auf Distanzen, wo man sehr lange Unterwegs ist, seine stärken aus. Er blendet einfach alle Unebenheiten vom Untergrund aus und verliert dabei verhältnismäßig nur wenig an Lauffreudigkeit.

 

 

Grip

Viele Eigenschaften von Hoka waren mir ja bereits vom Rapa Nui bekannt. Jetzt aber kommen wir endlich zu dem Thema Haftung, wobei damals in meinen Augen Hoka’s Rapa Nui ganz klare Defizite aufwies. Hier hat Hoka, wie ich bereits im Vorfeld von anderen Testern gehört habe, ordentlich nachgelegt. Das kann ich beim Mafate Speed 2 absolut bestätigen. Auf fast allen Untergründen erwies er sich als solide und man muss schon an sehr nassen Gestein oder auf rutschige Wiesen gelangen damit der Schuh an seine Grenzen kommt.

 

Fazit

Der Mafate Speed 2 von Hoka ist wirklich ein brauchbarer Begleiter für lange Abenteuer. Diese einzigartige Dämpfung, dieser endgeile Komfort – der vor allem auch nach langen Rennen für ein bequemes Laufen sorgt – und zu guter letzt jetzt auch noch eine mehr als brauchbare Sohle, die auf allen Untergründen seinen Soll erfüllt. Nicht umsonst habe ich diesen Schuh beim INFERNAL Ultratrail in den Vogesen nicht gewechselt.

 

Produktüberlassung: Bergfreunde GmbH
Bei meinem Review wurde mir freigestellt, inwieweit ich das Produkt positiv oder negativ bewerte. Dieser Test richtet sich nach meiner persönlichen Einschätzung, meinem Läufertyp und meinen persönlichen Vorlieben.

Hoka One One - Mafate Speed 2

169,95 €
8.5

Optik / Style

8.5/10

Dämpfung

10.0/10

Passform

8.0/10

Grip

8.5/10

Preis-Leistung

7.5/10

Vorteile

  • geniale Dämpfung
  • vielseitiges Grip
  • Gute Protektion

Nachteile

  • Hoher Preis